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Hier unsere Bewertung des Materials nach über 10.000km und 8 Monaten. Wir pflegen unser Material so gut wie möglich, aber es wird auch sehr stark beansprucht. Den größten Verschleiß haben wir bei einer Woche Dauerregen auf schlechter sandiger Wellblechpiste festgestellt.

Wir haben zwar einige Sponsoren, allerdings hat dies keinerlei Einfluß auf unsere Bewertung.

Zu unserem Bewertungssystem:

+++ würden wir auf jeden Fall wieder kaufen!

=== ok

--- ne Danke, nicht nochmal!

Annas Rad: Red Bull Globe Major +++

Red Bull - der Name stößt meistens auf Verwunderung..."nie gehört". Über die deutsche Grenze hinweg scheint Rose noch nicht so bekannt zu sein (mal von Holland abgesehen). Aber zur Sache: Eigentlich gibt es nicht viel zu sagen: wir sind begeistert. Ein absolut vollwertiges Reiserad mit dem wir bisher eigentlich keine ernsthaften Probleme hatten. Man kann sicherlich darüber diskutieren, ob man am Reiserad eine komplette Lichtanlage benötigt, aber da Anna das Rad auch als Alltagsrad nutzt, sind wir froh darüber. Bei den Komponenten verlässt Rose sich auf die bewärten Klassiker, die sich auch für uns als zuverlässig entpuppen: Shimano XT, Tubus, Ergo, SKS, Brooks. Die Xtreme Felge zeigt auch nach einigen tiefen Schlaglöchern und Wellblech keine Probleme.
Was man verbessern könnte:
-Der Ständer ist eine äußerst wackelige Angelegenheit. Bei Wind besser gar nicht erst versuchen das Rad darauf abzustellen.
-Das vordere Schutzblech könnte ein paar Zentimer länger sein. Der Dreck spritzt vom VR zum Tretlager, den dort verlegten Zügen und an die Kettenblätter bis der ganze Antrieb knirscht.
- Ein spezieller Reiseradrahmen bietet sicherlich mehr Mögichkeiten:z.B.: Bohrungen für einen gescheiten Seitenständer, 3 Flaschenhalter, höhere RH trotz 26 Zoll.

Fazit: Wer ein gutes Reiserad zum günstigen Preis sucht (Wir haben im SSV in Bocholt nur 1090 Euro bezahlt), sollte sich mal den Rosekatalog zur Hand nehmen. Warum haben wir nicht gleich zwei Red Bull gekauft? Der Rahmen des Globe Major basiert auf einem MTB Rahmen - vermutlich wird er deswegen nur bis RH 56 (glaube ich) hergestellt. Für Peter mit 1,96m Körpergröße und verhältnissmäßig langen Beinen in jedem Fall zu klein. Jetzt haben wir doch viel gesagt.

Peters Rad: Koga Miyata World Traveller (für unter 1500 Euro:+++)

Der World Traveller liegt mit einer UVP von 2000 Euro eigentlich über dem von uns geplantem Budegt für die Räder. Ich hatte das Glück ein 2008er Model für nur 1450 Euro zu finden. Das war dann doch noch der Schlüssel dafür, ein 26er Reiserad in 60er Rahmenhöhe mit Top Preis/Leistungsverhältniss zu ergattern. Zudem ist es praktischerweise wie Annas Rad mit Shimano XT ausgestattet. Auch mit dem Koga sind wir sehr zufrieden. Die Lackierung sieht noch aus wie neu. Die Kombination des kleinen Ständers am Lowrider und dem großen Pletscher hintern ist super! Ein Ahead Vorbau würden wir bevorzugen. Die billige Cateye Funzel kann man auch zuhause lassen.

Bisher aufgetrtende Probleme:

-Schutzblechstreben vorne haben sich in den Speichen verfangen
-Lager von einem Shimano Pedal kaputt
-Der Schalter vom BM Rücklicht verklemmt nach fast jeder Sand-Staubpiste
-Der Lenker löst sich regelmäßig (merkt man früh genug)

An den Rädern haben wir den Continental Travel Contact Mantel und einen Schwalbe Marathon XR montiert. Seit 12.000km sind wir nun Pannenfrei unterwegs und können somit natürlich beide Modelle weiterempfehlen.

MSX Taschen ---

Hier haben wir uns leider für die falschen Produkte entschieden:
Anna hatte MSX Backroller. Der Teil der Tasche, der zum Rollen (Schließen) gedacht ist, ist viel zu kurz geschnitten.Heisst: Wasser steht in den Taschen! Das haben wir schon in Europa gemerkt und gegen ein paar Ortliebs eingetauscht.
Peters MSX Frontroller lassen dank kombiniertem Roll/Deckelverschluss das Wasser zwar nicht von oben herein - dafür scheint das Wasser durch eine der Nieten durch die Rückwand zu gelangen.
Peters Lenkertasche hat immerhin über 9000km guten Dienst geleistet. Aber dann: Trotz leichter Beladung bricht die Plastikhalterung.

Sehr ärgerlich, wenn man abends was Trockenes anziehen möchte, aber Wasser in den Taschen steht. Ebenso, wenn die Lenkertasche mit der Kamera auf den Asphalt knallt.

Die Firma MSX reagiert leider weder auf Emails noch auf Briefe. Ebenfalls ärgerlich.

Um nicht wie wir doppelt zu kaufen, können wir Taschen von Vaude+++ oder Ortlieb+++ empfehlen. Anna ist mit ihrer Norco+++ Lenkertasche mit KlickFix ebenfalls sehr zufrieden. Die vielen kleinen Taschen sorgen für beste Ordnung. Bei Regen muss allerdings eine Plastiktüte und/oder der Regenüberzug her.

Schlafsäcke The North Face Tundra und Snowshoe ===

Eigentlich das typische für und wider von Kunstfaser oder Daune

Positiv
-warm
-koppelbar
-nässeunempfindlich
-erschwinglich

Negativ
- riesig, auch im Komprimierten Zustand
- verlieren ziemlich schnell an Loft
- im vgl. zu Daune schwer

Isomatten Thermarest Trail Light Large+++

- bequem, warm, robust, einfache Handhabung! Was will man mehr?

MSR Asgard Zelt +++

Das Zelt steht auch im Sturm wie ein Stein. Das beste ist aber der für ein "normal" großes Zelt riesig wirkenden Innenraum. Die steilen, fest stehenden Wände, ließen schon manch einen "Probelieger" über sein Hilleberg nachdenken. Allerdings hat die heftige UV Strahlung dem Überzelt stark zugesetzt. Dank super MSR Service werden wir wohl bald ein Neues erhalten.

Weber Monoporter +++

Schwächen:

Die Montage der Kupplung gestaltete sich komplizierter als gedacht. Die mitgelieferten Teile wollten einfach nicht exakt auf den Koga Rahmen passen. So kostete es einige Bastelstunden, um ein paar Stahlteile anzupassen, die jetzt den beiden Kupplungen einen bombenfesten Fixpunkt bieten.

Nach vielen staubigen Kilometern vergrößert sich irgendwann das Spiel in den Gelenken, da diese mit Plastikringen gelagert sind. Sämtliche Plastikteile sind ohnehin die größten Schwachstellen am Monoporter. Sie sind so speziell, das wir recht viele Ersatzteile mitschleppen, da wir im Falle des Defektes, diese nur schwierig reparieren könnten (im vgl. zur simplen Konstruktion eines Bob Yaks).

Sand setzt sich in die Druckknöpfe der Kupplung.

Stärken:

super einfaches Handling (an-abkuppeln, schieben, Tasche (100%dicht) an-abklipsen), Gewicht, abschließbar, super Fahreigenschaften auf sämtlichen Untergründen (getestet bis 80 Km/h), hochwertige 20 Zoll Felge mit Marathon Plus Bereifung (bisher Pannenfrei!), superschnell in Einzelteile zerlegt und dann sehr klein, durch den Anhänger können wir sehr gut etwa ein Leistungsniveau erreichen, da Anna deutlich leichter ist und haben Platz satt für Nahrungsmittel / Wasser o.ä.,

 

Hier ein paar Ergänzugen nach über 20.000km und 15 Monaten. 


Annas Rad: Red Bull Globe Major +++

Peters Rad: Koga Miyata World Traveller (für unter 1500 Euro:+++)

lediglich die HR XT Naben sowie das Lager von Annas Nabendynamo müssten langsam ausgetauscht werden. Wir hatten keinen Speichenbruch und mussten an beiden Rädern nie die Laufräder nachjustieren.

Isomatten Thermarest Trail Light Large+++

Eine der beiden Matten  hatte irgendwann eine riesige Blase da sich das Deckmaterial löste. Ein nicht unbekanntes Problem. In den USA wurde die Matte von einen Thermarest Händler dank "life time garanty" ersetzt.  Ansonsten waren wir immer zufrieden.


 

 

 

     
 
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